Der ergonomische Arbeitsplatz

Bildschirm

  • Der Bildschirm ist groß. Laut einer Untersuchung der Universität von Utah arbeiten Mitarbeiter mit einem 24 Zoll Monitor um 52 Prozent, mit einem 20 Zoll Bildschirm immer noch 44 Prozent schneller als ihre Kollegen mit einem mickrigen 18-Zöller.
  • Der Abstand zwischen Person und Monitor beträgt 50 bis 70 Zentimeter.
  • Der Bildschirm steht so, dass keine Reflexionen (etwa vom Fenster) entstehen können.
  • Wenn Sie die oberste Zeile auf dem Bildschirm lesen, sollte der Kopf leicht nach vorn geneigt sein – Sie schauen also leicht nach unten.

Schreibtisch

  • Der Schreibtisch ist mindestens 80 Zentimeter tief und 160 Zentimeter breit. Tischtiefen unter 80 Zentimeter gelten nicht als Arbeitsplatz, sondern als Ablagefläche.
  • Der Tisch sollte (je nach Körpergröße) 19 bis 28 Zentimeter über der Sitzfläche liegen.
  • Bei normaler Sitzhöhe (hängende Schultern) liegen Ihre Arme wagerecht auf dem Schreibtisch.
  • Sie können unter dem Tisch die Beine auch mal ausstrecken oder die Haltung variieren ohne sich in Kabeln zu verstricken.
  • Der Schreibtisch ist variabel in der Höhe verstellbar.
  • Wenn die Hände aufliegen, bleiben Ihnen noch mindestens 10 Zentimeter bis zur Tastatur.

Bürostuhl

  • Der optimale Bürostuhl lässt sich individuell anpassen und ermöglicht wechselnde Arbeitshaltungen.
  • Beim Sitzen sind Ihre Beine etwa 90 Grad angewinkelt, die Fußsohlen berühren vollständig den Boden.
  • Die Oberschenkel liegen dabei waagrecht oder fallen leicht nach vorne ab.
  • Die Rückenlehne sollte stufenlos verstellbar sein und mindestens 20 Zentimeter über den Sitz hinausragen. Besser ist, die Rückenlehne ragt bis zu den Schulterblättern.
  • Der sogenannte Lendenbausch, also die Innenwölbung der Lehne befindet sich auf Gürtelhöhe.
  • Wenn Sie mit dem Rücken anliegen, sollten die Beine noch mindestens zwei Fingerbreit über die Sitzvorderkante hinausragen.
  • Über Ihren Oberschenkeln ist noch eine Handbreit Platz bis zur Tischplatte.
  • Die optimale Sitzhöhe liegt zwischen 42 und 53 Zentimetern, die perfekte Sitzbreite zwischen 40 und 48 Zentimetern.
  • Sie können sich auf Ihrem Stuhl problemlos drehen, bewegen und aufstehen – auch wenn Sie zurückrollen, stoßen Sie nirgendwo an.

Arbeitsraum

  • Der Raum hat eine optimale Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Was hilft: lüften, Luftbefeuchter, großblättrige Pflanzen.
  • Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent.
  • Die Temperatur beträgt mindestens 20, besser 22 Grad.
  • Sie sollten den Raum regelmäßig lüften (können) – sogenanntes Stoßlüften: Fenster für fünf Minuten weit auf.
  • Achten Sie auf Lärmschutz. Der Lärmpegel sollte 55 db nicht übersteigen. Schon geringer Lärm erzeugt Stress und beeinträchtigt die Leistungskraft, so eine Studie der Cornell Universität in Ithaca. Ergebnis: Beschäftigte versuchen in lauten Büros 40 Prozent seltener Probleme zu lösen.
  • Der Raum hat hohe Decken. Denn Je höher der Raum, desto besser und sprudelnder die Gedanken, wollen die US-Wissenschaftler Joan Meyers-Levy und Juliet Zhu herausgefunden haben. Allerdings schränkten die Forscher zugleich ein: Vorteile bringen hohe Decken nur bei Freiarbeiten, wie Brainstorming sowie analytischen Fragestellungen. Wenn es dagegen darum geht, die Innovationen konkret auszuarbeiten und umzusetzen, sind niedrige Decken besser.

Lichtverhältnisse

  • Der Raum muss Tageslicht haben.
  • Die Beleuchtung erfolgt indirekt – also keine direkten Spots auf den Tisch, sondern eher Wandstrahler mit warmem Licht. Sonst ermüden die Augen zu schnell.
  • Beim Schreiben entstehen auf der Tastatur keine Schatten.
  • Achten Sie auf nicht allzu hohe Kontraste (helles Fenster, dunkler Bildschirm) sowie möglichst keine Blendeffekte durch reflektierende Gegenstände im Raum oder an den Wänden.

Quelle: karrierebiebel.de